Technikaffinität als Ressource für die Arbeit in Industrie 4.0

  • Christiane Attig TU Chemnitz
  • Sebastian Mach TU Chemnitz
  • Daniel Wessel Universität zu Lübeck
  • Thomas Franke Universität zu Lübeck
  • Franziska Schmalfuß TU Chemnitz
  • Josef F. Krems TU Chemnitz
Schlagworte: Technikaffinität, Mensch-Technik-Interaktion, Industrie 4.0

Abstract

Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt bietet nicht nur vielversprechende Innovationen zur arbeiterzentrierten, adaptiven Aufgabengestaltung, sondern stellt den Einzelnen auch vor die Herausforderung, in höherem Maße mit digitaler Technik zu interagieren. Für die erfolgreiche Interaktion mit Technik sind zwei Faktoren ausschlaggebend: Wissen über bzw. Erfahrung mit technischen Systemen sowie Persönlichkeitsaspekte, die sich als Interaktionsstil im Umgang mit Technik manifestieren. Wir präsentieren das Konzept der interaktionsbezogenen Technikaffinität (affinity for technology interaction, ATI) als zentrale Ressource zum erfolgreichen Umgang mit Technik, und mit der ATI-Skala eine ökonomische und reliable Skala zur Quantifizierung der ATI eines Nutzers. Neben bestehenden Evaluationsergebnissen (N > 1500) stellen wir erste Ergebnisse einer Nutzerstudie vor, die im Rahmen des Projektes Factory2Fit durchgeführt wurde. Die Probanden interagierten mit 3D-Druckern und erlebten unterschiedliche Automatisierungsgrade des Prozesses. Zusätzlich zum Automatisierungsgrad wurde die Erfahrung der Probanden durch unterschiedliche Trainingsintensitäten variiert. Die Ergebnisse liefern erste Hinweise auf die Relevanz von ATI für die Vorhersage des Interaktionserfolgs mit Technologie und damit für Usability-Evaluationen in Industrie 4.0-Umgebungen.

Veröffentlicht
2018-09-04
Rubrik
Leben und Arbeit verknüpfen