Measuring Inter-subjective Agreement on Units and Attributions in Comics with Annotation Experiments
DOI:
https://doi.org/10.14464/zsem.v45i1-2.758Schlagworte:
Comics, visuelle Erzählung, Korpusanmerkung, „Interannotator-Agreement“, empirische ForschungsmethodenAbstract
Die Konzeptualisierung von Analyseeinheiten bleibt ein grundlegendes Problem der Comicforschung. Obwohl es viele Ansätze zur Differenzierung von Comiceinheiten gibt, wurden die meisten bislang nicht ausreichend empirisch überprüft. In diesem Beitrag argumentieren wir, dass die Abgrenzung von Einheiten aufgrund einer Klassifizierung von Gruppen visueller und textueller Markierungen nach Typ, Funktion oder semantischer Kategorie erfolgen sollte. Hierfür präsentieren wir eine Methodik, die die intersubjektive Übereinstimmung („agreement“) von Comic-Leser:innen bei der Bestimmung von Analyseeinheiten erfasst und prüft. Mithilfe eines Online-Tools ermöglichen wir es, händisch potenzielle Analyseeinheiten auf digitalen Comic-Seiten zu skizzieren und ihnen Attribute und Klassifizierungen in Form einer Annotation zuzuordnen. Wir demonstrieren die Anwendung anhand zweier Experimente, die die Übereinstimmung der Annotationen in der Bestimmung von Segmenten einer Comicseite sowie der Beurteilung von Hintergrundinformationen testen. Das erste Experiment zeigt, dass die Verwendung einer binären Klassifizierung für Hintergrundstandortinformationen unzureichend ist und Verfeinerungen notwendig macht. Das zweite Experiment dient der Bewertung der Übereinstimmung mittels zweier skalarer Methoden – Likert-Skalen und kontinuierlicher Skalen. Diese Experimente, so unsere Argumentation, untersützen die Annahme, dass empirisch verankerte Bestimmungen von Analyseeinheiten durch Comicleser:innen eine Basis für die Erstellung von Modellen für die Struktur von Comics bilden können.
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