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Eintrag in der Universitätsbibliographie der TU Chemnitz

Volltext zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bsz:ch1-qucosa2-1010238


Clemens, Christoph
Kanoun, Olfa (Prof. Dr.-Ing.); Himmel, Jörg (Prof. Dr.-Ing.); Quirmbach, Markus (Prof. Dr.-Ing.)

Echtzeitfähiger induktiver Regensensor zur Messnetzverdichtung bei der Erfassung von Niederschlagsintensität und Tropfengrößenverteilungen


Kurzfassung in deutsch

Als Folge des Klimawandels nehmen extreme Wetterereignisse zu. Die räumlich hoch aufgelöste Erfassung des Niederschlags wird daher immer wichtiger, um vor Starkregen und Hochwasser zu warnen und das Wassermanagement in Trockenperioden zu verbessern. Für den Aufbau eines dichten Messnetzes werden Sensoren benötigt, die echtzeitfähig, präzise, wartungsarm und kostengünstig sind. Ein vielversprechender Ansatz sind Sensoren, die auf dem Aufprallprinzip basieren. Bei diesem Sensortyp werden die auf eine Platte auftreffenden Tropfen detektiert und anschließend jedem Tropfen eine Größe zugeordnet. Aus der Anzahl und Größe der Tropfen kann die Niederschlagsmenge bestimmt werden. Im Vergleich zu Präzisionsmessgeräten sind diese Sensoren jedoch sehr ungenau und empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen. Um dies zu verbessern, wurde ein induktiver Niederschlagssensor entwickelt, der auf dem Wirbelstromprinzip basiert. Dabei wird die Resonanzfrequenz einer Spule ausgewertet, die sich beim Auftreffen eines Tropfens auf die Platte ändert. Mit Hilfe der durchgeführten Untersuchungen konnte ein Algorithmus entwickelt werden, der Tropfen anhand eines charakteristischen Signals erkennt und gleichzeitig Störungen unterdrückt. Damit konnte eine Tropfenerkennungsrate von 89,25 % erreicht werden. Um die Tropfen einer Größenklasse zuzuordnen, wurden zwei Methoden verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Methode, bei der die Tropfen anhand der Höhe der ausgelösten Frequenzänderung klassifiziert werden, eine höhere Genauigkeit aufweist als die statistische Methode. Nach einer Korrektur der Messdaten, basierend auf den Erkenntnissen der vorangegangenen Untersuchungen, konnte die absolute Abweichung des induktiven Niederschlagssensors zu einem Präzisionssensor auf 5,96 % reduziert und eine Endwertabweichung von nur 0,85 % erreicht werden.

Universität: Technische Universität Chemnitz
Institut: Professur Mess- und Sensortechnik
Fakultät: Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Dokumentart: Dissertation
Betreuer: Himmel, Jörg (Prof. Dr.-Ing.)
ISBN/ISSN: 978-3-96100-300-6 (print) ; 978-3-96100-301-3 (online)
DOI: doi:10.51382/978-3-96100-301-3
URL/URN: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:ch1-qucosa2-1010238
Quelle: Chemnitz : Universitätsverlag Chemnitz ; Technische Universität Chemnitz, 2026. - 212 S. - Scientific Reports on Measurement and Sensor Technology ; Volume 38
SWD-Schlagwörter: Niederschlagsmessung , Distrometer , Signalverarbeitung , Intelligenter Sensor , Wirbelstrom
Freie Schlagwörter (Deutsch): Tropfenerkennung , Tropfengrößenverteilung , Messdatenkorrektur
DDC-Sachgruppe: Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften, Ingenieurwissenschaften
Sprache: deutsch
Tag der mündlichen Prüfung 24.11.2025
OA-Lizenz CC BY-SA

 

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